| |
Slam 2002: Internationaler Literaturwettstreit für Herz und Hirn in Bern
Das
ist Literatur zum Anfassen: 120 DichterInnen aus Deutschland, Österreich
und der Schweiz lesen am 6. German International Poetry Slam (kurz: Slam
2002) vom 19. bis 21. September um die Wette. Die Kulturhallen Dampfzentrale
und das Café Kairo in Bern werden Austragungsort der grössten
literarischen Olympiade, welche die Schweiz je erlebt hat.
Teilnehmen kann nur, wer sich qualifiziert: Jede Stadt, in der regelmässig Poetry Slams stattfinden, schickt die besten zwei Slammerinnen und Slammer und ein Team nach Bern. Um die 60 AutorInnen im Einzel und 15 Teams bestreiten Vorrunden, um sich für das Finale zu qualifizieren. Am Freitag 20. September wird der beste Einzelteilnehmer oder die beste Einzelteilnehmerin gekürt. Den Abschluss bildet das Team-Finale am Samstag 21. September.
Poetry Slam ist Kommunikation mit grossem Unterhaltungswert: Zwischen Dichter, Publikum und Jury. Jeder Autor hat fünf Minuten (Team: zehn Minuten) Zeit, um das Publikum zu begeistern. Gleich anschliessend vergibt die Jury aus dem Publikum zusammengestellt die Noten. Der Text muss selbst verfasst sein, Hilfsmittel dürfen ausser einem Mikrofon keine verwendet werden.
Bern feiert den Slam: Zusätzlich zum Wettbewerb bietet Slam 2002 auch ein Rahmenprogramm. So können Interessierte an Open-Mic-Veranstaltungen ihre Texte vortragen, werden Poetry-Clips und der Spielfilm «Slam» gezeigt. Und: Der Poetry Slam "Erfinder" Marc Smith aus Chicago beehrt uns mit seinem Besuch!
Poetry Slam ist eine Literaturperformance-Art, die 1986 von Marc Smith in Chicago initiiert wurde. Mitte der 90er-Jahre fasste Poetry Slam Fuss in Deutschland und ganz Europa, 1999 auch in der Schweiz. Die Schweizer Szene wurde vom Verlag Der gesunde Menschenversand begründet, der auch Slam 2002 organisiert. Im Oktober 1997 massen sich in Berlin erstmals deutsche Slam-Poetinnen und Poeten aus fünf Städten und kürten nach US-amerikanischem Vorbild die Besten des Jahres. |